14.
Internationaler Kölner Kurs 2004
Anreise
zum Nürburgring am Samstag den 24.04. Seit langem, haben wir nicht mehr so schönes
Wetter gehabt wie dieses Jahr und es soll so bleiben.“ 17° Sonnig Regenrisiko
ca. 7 %“ laut Wetterbericht.
Am
Ring angekommen einen schöne Platz ausgesucht und aufgebaut. Das Aufbauen
dauert immer etwas länger, da man sich ja kennt und zwischendurch immer einen
kleinen Plausch hält.
Ab 16 Uhr war die Papierabnahme und die technische Abnahme. Wie immer ist dann ein großer Andrang am DEKRA Haus. Da geht es auf der einen Seite rein und auf der anderen raus. Akribisch werden die Fahrzeuge auf ihren technischen Stand überprüft, man kennt zwar die Bestimmungen, aber hier und da wird mal was übersehen. Bei unseren 3 Mopeds Morini 3 ½, Laverda 750SF1 und meiner R75/6 war alles in Ordnung. Bis auf den Glücksbringer an der Morini. Monika sollte den doch beim Woll noch eintragen lassen.
Den späten Nachmittag und den Abend haben wir dann mit vielen Benzingesprächen verbracht.
Am Sonntag Morgen lachte die Sonne. Es war zwar noch etwas frisch 7° aber wird schon werden. Um 8:50 Uhr war Manfred mit der Morini dran. Nachdem wir die Kleine zum Warmlaufen mit der Rolle gestartet hatten, riss das hintere Bremsseil; jetzt kam Hektik auf. Manfred kramt in seinen Kisten und holt ein neues hervor während mein Bruder das alte abbaut. Der 3. Aufruf zum Pflichttraining wurde durchgesagt. Mit 5 Minuten Verspätung rollte Manfred zum Start, und konnte noch ein paar Runden drehen. Da die Morini bis jetzt sehr zuverlässig war, kam Manfred gut gelaunt wieder zurück.
Währenddessen
hab ich meine BMW etwas warmlaufen lassen. Um 9:30 Uhr waren die Klassen W und X
dran. Im Vorstart zum Pflichttraining wird beim Kölner Kurs immer die
Fahrerbesprechung abgehalten. So hat man auch die Sicherheit, dass alle Fahrer
anwesend sind; nur einen Nachteil für einige Teilnehmer hat es schon. Das
Motorrad muss aus gemacht werden aber wer hat schon einen Anlasser! Nach der
Obligatorischen Ansprache durften wir dann auf die Strecke. Auf der langen
Geraden rutschte meine Kupplung, ein bisschen am Rädchen gedreht und es ging
etwas besser, doch beim raus beschleunigen aus dem Haugg-Hacken ruckelte das
Moped schon wieder, das hatte ich die ganze Zeit. Nur in den schnellen Passagen
nicht. Mein erster Gedanke war Kupplung defekt, erst mal das Training beenden.
Kurz
vor Schluss waren einige Ausfälle zu vermelden Hans Peter Geyer hatte hinten
einen Plattfuß und ist dabei noch gefallen. Ernst Remagen hatte Probleme mit
der Batterie. Bei den anderen weiß ich es nicht.
Bis
zum ersten Lauf hatten wir einige Zeit
Nachdem
der Motor abgekühlt war, hab ich noch mal die Kupplung neu eingestellt und kurz
Probe gefahren. Ein bisschen ruckelte es immer noch; mal sehen wie es beim
Wertungslauf ist.
Um
11:35 Uhr der erste Lauf der Klasse K und V, Manfred war wieder dran.
Er
kam mit einen breiten Grinsen wieder, denn er
hatte wieder Spaß mit Herbert Pietsch.
Der
erste Lauf der W und X steht an, beim 2 Aufruf sind wir zum Vorstart dort
mussten wir etwas länger warten, denn die Gespanne vor uns hatten einige Ausfälle
und die Lumpensammler hatten deswegen eine Menge zu tun.
Bei
der Startaufstellung war wieder, wie jedes mal, ein heilloses Durcheinander,
weil wir uns die Reihenfolge wohl nicht merken können wie wir stehen sollen.
Aber
die Helfer haben alles fest im Griff und sortieren uns ein. Damit sich das Feld
etwas auseinander zieht startet zuerst die X Klasse und ca. 10 sec. Später die
W. Diesmal hat man 3 Mann mit den Roten Fahnen vor die W Klasse gestellt damit
das auch alle sehen.
Der
Start, das Grollen ist groß und Los. Die Großen sind weg, jetzt kommen wir.
Meine BMW kommt überhaupt nicht weg; wieder dieses Ruckeln; alles schießt an
mir vorbei; nur bei Vollgas läuft das Moped. Bin dann die ganze Zeit mit dem
Hermann Heim zusammen gefahren mal er vorne mal ich.
Trotz unserer Leistungsschwäche haben wir nach einiger Zeit ein paar
1000er eingeholt, die uns etwas eingebremst haben. Nach ihrem Verhalten waren es
Einsteiger, die dieses Jahr dazugekommen sind. Zu nervös; andauernd drehten sie
sich um. Das stört den Fluss des Fahrens. Trotzdem hat es Spaß gemacht, dem
Herman wohl auch. Nur ein Sturz hab ich gesehen in der Veedol-Schikane. Nach dem
Abwinken sah ich Manfred mit seiner Laverda schieben, die SF1 ist nach der
Zielflagge ausgegangen. Erster Verdacht: Batterie leer. Jetzt heißt es
schrauben.
Bei
einer 1 Tages Veranstaltung ist meist nicht genug Zeit. Ich bin zu dem
Entschluss gekommen, dass es eventuell auch die Hinterradantriebs-Kupplung
meiner BMW Defekt ist, weil das
Ruckeln meist nur bei Lastwechsel in Rechtskurven ist.
Manfred
hat fast die ganze Laverda auseinandergenommen, findet den Fehler aber nicht.
Irgendetwas ist wohl mit den Vergaser. Ein paar mal springt sie noch an, aber
dann bleibt sie Still. Schade im
ersten Lauf war er Erster mit nur 0.64 Strafpunkten; ich hatte mir 6.30
eingehandelt und den 12. Platz.
Mit
der Morini lief es bei Manfred besser. Im ersten Lauf ist er 17ter und Gesamt
hat er den 16ten Platz gemacht. Von 27 Teilnehmer ganz gut. Hauptsache es macht
Spaß, deswegen sind wir hier.
Um
16:15 der 2 Lauf der Klasse W und X.
Bei
der Startaufstellung ging es jetzt etwas besser wie heute morgen. Von 17
genannten waren jetzt nur noch 15 angetreten.
Mein
Motor fing nun an zu stottern, war wohl eine Fehldiagnose mit der Kupplung, die
Vergaser werden es wohl sein.
Es
erfolgt der Start X weg und wir hinterher. Mein Start war wieder schlecht, die
BMW kam nicht in die Hufe. Sonst prescht sie davon, aber diesmal hab ich wohl
schlecht vorbereitet. Nach der 2. Runde lief es immer besser und meine Gleichmäßigkeit
war dahin. Bis zur Zielflagge ließ ich die Kuh fliegen so gut es ging. Da ich
gemerkt hatte, wo sie ihre Ziemperlein macht, ging das ganz gut. Die
Neueinsteiger die ich überholt habe, machten immer noch die gleichen Fehler,
werden sie auch noch lernen, haben wir früher auch gemacht.
Fast
zufrieden bin ich ins Fahrerlager gekommen, besonders über das Fahrwerk mit der
Kurzschwinge läuft die Kuh echt gut. Durch die ganzen Ausfälle hab ich noch
den 11. Platz mit 24.92 Strafpunkten ergattert. Oder sollte ich sagen ich bin
letzter?
Jetzt
heißt es wie immer: einpacken, zur Siegerehrung, die Kollegen feiern und nach
Hause, Vorbereiten und besser machen für das nächste mal.
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